deploy.md: Caddy-Config, Port 7777, Upload-Anleitung überarbeitet

Co-Authored-By: Claude Sonnet 4.6 <noreply@anthropic.com>
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2026-06-11 20:11:38 +02:00
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+93 -32
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@@ -1,5 +1,26 @@
# Deployment mit Podman # Deployment mit Podman
## Was muss auf den Server?
Nur der Quellcode — das Image wird direkt auf dem Server gebaut.
```sh
# Einmalig: Repo klonen
git clone https://codeberg.org/<user>/kver.git
cd kver
```
Oder bei bestehendem Checkout:
```sh
git pull origin master
```
Bestehende Daten (DB + Uploads) liegen auf dem Server in Named Volumes und
bleiben bei Image-Updates unberührt — die müssen nicht mitübertragen werden.
Beim ersten Deployment: DB und Medien einmalig in die Volumes kopieren
(s. Abschnitt „Bestehende Daten übernehmen").
## Bauen ## Bauen
```sh ```sh
@@ -14,67 +35,99 @@ Podman baut OCI-Images, dort gibt es kein eingebettetes HEALTHCHECK. Der
Healthcheck kommt stattdessen aus der Quadlet-Unit (s.u.); alternativ Healthcheck kommt stattdessen aus der Quadlet-Unit (s.u.); alternativ
`podman build --format=docker` oder `podman run --health-cmd=...`. `podman build --format=docker` oder `podman run --health-cmd=...`.
## Starten ## Starten (Port 7777)
```sh ```sh
podman run -d --name kver \ podman run -d --name kver \
-p 127.0.0.1:8080:8080 \ -p 127.0.0.1:7777:8080 \
-v kver-data:/app/data \ -v kver-data:/app/data \
-v kver-media:/app/static/media \ -v kver-media:/app/static/media \
kver kver
``` ```
- `kver-data` hält die SQLite-DB (`/app/data/kver.db`), `kver-media` die - `kver-data` hält die SQLite-DB (`/app/data/kver.db`), `kver-media` die
hochgeladenen Bilder. Beides Named Volumes -> überleben Image-Updates. hochgeladenen Bilder. Beides Named Volumes überleben Image-Updates.
- Port nur an localhost binden; nach außen geht es über den Reverse-Proxy. - Port nur an localhost binden; nach außen geht es über den Reverse-Proxy.
- Der Container lauscht intern immer auf `:8080`; der externe Port (hier 7777)
ist nur das Host-seitige Mapping.
Konfiguration über Umgebungsvariablen: Konfiguration über Umgebungsvariablen:
| Variable | Default | Bedeutung | | Variable | Default | Bedeutung |
|-------------|---------------------|----------------------| |-------------|---------------------|----------------------|
| `KVER_ADDR` | `:8080` | Listen-Adresse | | `KVER_ADDR` | `:8080` | Listen-Adresse im Container |
| `KVER_DB` | `/app/data/kver.db` | Pfad zur SQLite-Datei | | `KVER_DB` | `/app/data/kver.db` | Pfad zur SQLite-Datei |
## Bestehende Daten übernehmen ## Bestehende Daten übernehmen
DB und Medien einmalig in die Volumes kopieren (Container muss dafür kurz DB und Medien einmalig in die Volumes kopieren (Volumes müssen existieren;
gelaufen sein bzw. die Volumes existieren): Container kann laufen oder gestoppt sein):
```sh ```sh
podman volume create kver-data podman volume create kver-data
podman volume create kver-media podman volume create kver-media
podman cp kver.db kver:/app/data/kver.db # bei laufendem Container, oder:
cp kver.db "$(podman volume inspect kver-data -f '{{.Mountpoint}}')/" # Rootless: podman unshare sorgt dafür, dass die UID ins User-Namespace-
cp static/media/* "$(podman volume inspect kver-media -f '{{.Mountpoint}}')/" # Mapping passt — ohne das bekommt der Container die Dateien nicht zu lesen.
podman unshare cp kver.db \
"$(podman volume inspect kver-data --format '{{.Mountpoint}}')/"
podman unshare cp -r static/media/. \
"$(podman volume inspect kver-media --format '{{.Mountpoint}}')/"
``` ```
Danach Container neu starten. (Rootless: `podman unshare cp ...`, damit die Danach Container (neu) starten. Die App legt beim ersten Start alle fehlenden
UID-Zuordnung ins User-Namespace-Mapping passt.) Tabellen und Indizes automatisch per `CREATE ... IF NOT EXISTS` an.
## Reverse-Proxy (TLS) ## Reverse-Proxy (TLS) — Caddy
Der Container spricht nur HTTP. Davor gehört ein TLS-terminierender Proxy Caddy ist die einfachste Wahl: automatisches TLS, setzt `X-Forwarded-Proto`
(Caddy/nginx), der `X-Forwarded-Proto: https` setzt — daran erkennt die App und `X-Forwarded-For` ohne Konfiguration, kein eigenes Body-Size-Problem.
HTTPS und setzt das `Secure`-Flag auf den Session-Cookie (siehe `isHTTPS`).
nginx-Beispiel: `/etc/caddy/Caddyfile` (oder `~/.config/caddy/Caddyfile` bei rootless):
```nginx ```caddyfile
location / { kver.example.org {
proxy_pass http://127.0.0.1:8080; # Unveränderliche Uploads cachen — Dateinamen sind einmalig (<unix>-<rand>),
proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme; # Browser lädt jede Datei genau einmal.
proxy_set_header X-Forwarded-For $remote_addr; header /static/media/* Cache-Control "public, max-age=31536000, immutable"
client_max_body_size 20m; # Uploads bis 17 MB durchlassen
reverse_proxy 127.0.0.1:7777
} }
``` ```
`client_max_body_size` muss über dem App-Limit (17 MB, `maxUploadBytes`) Das ist alles. Caddy kümmert sich um Let's-Encrypt-Zertifikat, HTTPS-Redirect
liegen, sonst kappt nginx vor der App. und setzt automatisch `X-Forwarded-Proto: https` → Session-Cookie bekommt das
`Secure`-Flag, Rate-Limit sieht echte Client-IPs.
Hinweis Rate-Limiting: `httprate.LimitByIP` auf den Auth-Routen sieht hinter Optional Body-Limit vor der App (App begrenzt selbst auf 17 MB):
einem Proxy die Proxy-IP. Entweder den Proxy die echte Client-IP als
`X-Real-IP`/`X-Forwarded-For` setzen lassen und chi's `middleware.RealIP` ```caddyfile
vorschalten — oder damit leben, dass das Limit global statt pro IP wirkt. request_body {
max_size 20MB
}
```
### Warum /static/media/* nicht direkt aus Caddy serven?
Der `nosniff`-Header auf Uploads ist sicherheitsrelevant (animierte GIFs werden
nicht re-kodiert; ohne `nosniff` könnte ein präpariertes GIF als HTML/JS
interpretiert werden → Stored XSS). Serviert Caddy die Dateien direkt, ist die
App-Middleware außen vor. Mit `reverse_proxy` bleibt die App der einzige
Auslieferer und der Header sitzt immer drauf.
Außerdem liegt das Named Volume bei rootless Podman unter einem Subuid-Pfad,
den ein Systemdienst nicht ohne Weiteres lesen kann.
### nginx (alternativ)
```nginx
location / {
proxy_pass http://127.0.0.1:7777;
proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme;
proxy_set_header X-Forwarded-For $remote_addr;
client_max_body_size 20m; # muss über App-Limit (17 MB) liegen
}
```
## Autostart mit systemd (Quadlet) ## Autostart mit systemd (Quadlet)
@@ -86,11 +139,11 @@ Description=kver (Kontrollverlust)
[Container] [Container]
Image=localhost/kver:latest Image=localhost/kver:latest
PublishPort=127.0.0.1:8080:8080 PublishPort=127.0.0.1:7777:8080
Volume=kver-data:/app/data Volume=kver-data:/app/data
Volume=kver-media:/app/static/media Volume=kver-media:/app/static/media
# Healthcheck hier statt im Containerfile: Podman baut standardmäßig # Healthcheck hier statt im Containerfile: Podman baut OCI-Images,
# OCI-Images, die kennen kein HEALTHCHECK (daher die Warnung beim Build). # die kennen kein eingebettetes HEALTHCHECK.
HealthCmd=wget -qO /dev/null http://localhost:8080/entry/feed/0 HealthCmd=wget -qO /dev/null http://localhost:8080/entry/feed/0
HealthInterval=30s HealthInterval=30s
@@ -109,11 +162,19 @@ systemctl --user start kver
loginctl enable-linger "$USER" # damit der Dienst ohne Login läuft loginctl enable-linger "$USER" # damit der Dienst ohne Login läuft
``` ```
Status prüfen:
```sh
systemctl --user status kver
podman healthcheck run kver
```
## Update einspielen ## Update einspielen
```sh ```sh
git pull origin master
podman build -t kver . podman build -t kver .
systemctl --user restart kver # bzw. podman stop kver && podman run ... systemctl --user restart kver
``` ```
Die App fährt bei SIGTERM sauber herunter (laufende Requests werden zu Ende Die App fährt bei SIGTERM sauber herunter (laufende Requests werden zu Ende